Untiefen der Sleipner-Eröffnung

Die Sleipner-Eröffnung – benannt nach Sleipnir, dem achtbeinigen Pferd Odins – beginnt mit 1. Sb1–c3. Der Springerzug nach c3 ist ein sinnvoller Entwicklungszug in Richtung des Zentrums. Obwohl der Zug gut spielbar ist, ist er wenig populär. Zum einen legt sich der Anziehende mit der Springerentwicklung fest, bevor die Bauernstruktur im Zentrum geklärt ist. Zum anderen hat der Nachziehende eine freie Auswahl an Eröffnungszügen wie etwa 1. … e7–e5, 1. … d7–d5 oder 1. … c7–c5, so dass er den Charakter der Eröffnung wesentlich gestalten kann. Dennoch haben sich einige Spieler mit dem Zug intensiv beschäftigt und ihn vielfach erprobt, wie etwa der dänische Fernschach-Großmeister Ove Ekebjærg oder der niederländische Fernschach-Großmeister Dirk Daniel van Geet (* 1. März 1932). Nach 1. Sb1–c3 sind vielfältige Übergänge in andere bekannte Eröffnungen möglich. Nach 1. … e7–e5 2. e2–e4 erreicht man die Wiener Partie. Nach 1. … d7–d5 2. e2–e4 können verschiedene Halboffene Spiele wie die Caro-Kann-Verteidigung, die Aljechin-Verteidigung oder die Französische Verteidigung entstehen. Die Antwort 1. … c7–c5 erreicht nach 2. e2–e4 die Sizilianische Verteidigung. Klickt in die Varianten, um alle Fallen nachzuspielen.

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